Warm und Trocken im Schuh? Welche Materialien braucht ein Winterstiefel?

 

Spätestens beim ersten Schneefall stellt man sich die Frage: wie soll der ideale Winterstiefel sein? Das Angebot ist ja inzwischen riesig, man hat die Wahl bequem von zu Hause aus online zu bestellen oder im Schuhgeschäft einzukaufen. Einige Modelle sehen sich augenscheinlich ähnlich, die Preisunterschiede begründen sich oft in unterschiedlich guter Verarbeitung.

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Warme und trockene Füße sind das Wichtigste, damit man sich wohlfühlt. Andererseits sollen die Stiefel auch gut aussehen und bequem sein. Für jeden Geschmack ist etwas Passendes zu finden:

  • Leder
  • Gummi
  • Naturkautschuk oder
  • synthetische Fasern

Wichtiges Kriterium zur Kaufentscheidung sind die wasserabweisenden Eigenschaften der verwendeten Materialien. Diese werden schon seit langer Zeit in der Schuhproduktion verwendet. Zuerst denkt man da an klassische Gummistiefel. Die sind inzwischen stadtfein geworden, werden als modisches Accessoire in bunten Farben angeboten.

Für Outdoor Aktivitäten und die Kindergarderobe sind sie zweckmäßig. Feuchtigkeit kann von außen gewöhnlich nicht eindringen. Legen Sie allerdings Wert auf absolut wasserfeste Stiefel, wählen Sie ein besser ein glattes Modell. Nähte und andere Verzierungen werden sehr wahrscheinlich doch Feuchtigkeit durchlassen. In einfachen Gummistiefeln schwitzen die Füße schnell oder frieren darin. Daher sollten Sie beim Kauf auf warmes Innenfutter achten.

Sehr gut bewährt haben sich auch Fließ-Gelsohlen und isolierende Thermosohlen, deren Unterseite mit silberner Alufolie beschichtet ist. Traditionelle Lammfellsohlen sind kuschelig, doch engen sie den Fuß oft zu sehr ein. Warme Füße brauchen Bewegungsfreiheit.

Echtes Leder ist empfindlich. Unbehandeltes Leder nimmt Feuchtigkeit auf und sollte daher täglich mit Schuhcreme oder Lederfett gepflegt werden.

In den letzten Jahrzehnten hat sich in Punkto Material und Beschaffenheit von Winterstiefeln Einiges getan. Viele synthetische Fasern wurden speziell für Militär und Raumfahrt entwickelt. Seit Ende der Siebziger Jahre finden sie zivil in Stiefeln und Kleidung Verwendung.

Sehr bekannt sind “Thinsulate”, “Goretex” und “PU”

Die Bezeichnung “thinsulate” ist zusammengesetzt aus den englischen Worten “thin” (dünn) und “isolate” (Wärmedämmung).

“Goretex” ist ein Produkt aus Teflon. Die Membranen der Goretex Fasern sind viel feiner als ein gewöhnlicher Wassertropfen, so kann die Feuchtigkeit von innen nach außen abgegeben werden, aber von außen hingegen können Wind und Nässe nicht eindringen. Beide Materialien bezeichnet man daher als atmungsaktiv. Sie sind ebenfalls schmutzabweisend.

Polyurethan heißt das Material der sogenannten “PU-Sohle”. Der Kern ist weich aufgeschäumt. Jeder Schritt wird abgefedert, die Gelenke werden geschont und die Füße durch das Luftpolster sehr gut gegen Kälte isoliert. Die Außenfläche der Sohle ist strapazierfähig und fest.

Ein grobes Profil mindert erheblich die Rutschgefahr bei Eis und Schnee. Mit einer flexiblen Gummisohle lässt es sich komfortabel laufen. Reflektoren sind sportlich und sorgen für mehr Sicherheit im Dunkeln.

Klettverschlüsse haben die Schuhriemen weitgehend ersetzt; sie öffnen sich nicht ungewollt, dichten den Schaft nach oben hin ab und sorgen für optimal anliegende Passform. Sogar kleinere Kinder können schon ihn schon allein benutzen.